Wie hoch ist die Zinslast pro Jahr ab 2011, wenn bis dahin die Sparmaßnahmen wie vorgesehen durchgeführt worden sind? Die Zinsen sind aktuell auf einem historisch niedrigen Niveau.
Um wie viel Tausend Euro steigt die Zinslast pro Jahr, wenn der Zinssatz um 1 %, 2 %, 3 % oder mehr steigt? Welche Zinssteigerungsraten sind aktuell in der mittelfristigen Finanzplanung einkalkuliert? Wie wird die Stadt den zweifellos bevorstehenden Zinsanstieg im Haushalt kompensieren?
Antwort des Oberbürgermeisters:
Erhöhte Zinsbelastungen können aufgrund der Haushaltslage nicht kompensiert werden, sondern erhöhen den Fehlbetrag. Für das Jahr 2011 sind Zinsausgaben in Höhe von 56,6 Mio. € vorgesehen. Die absolute Steigerung der Zinslast ist abhängig von der Höhe der Liquiditätskredite. Entsprechend steigen die Zinsausgaben um 10 Mio. € pro 1 Mrd. € Kredit, wenn sich die Zinsen um 1 % erhöhen.


Hochverschuldete Staaten wie Griechenland zahlen deutlich höhere Zinsen als andere Staaten. Wird das bei hochverschuldeten Kommunen und Bundesländern zukünftig ähnlich sein?
Ab dem Jahre 2020 müssen wir mit einer dauerhaft negativen Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsproduktes rechnen müssen. Die wachstumsdämpfenden Effekte der Alterung überwiegen dann die expansiven Effekte der mittleren Altersgruppen. Etwa ab dem Jahre 2030 muss Deutschland mit einer gesamtwirtschaftlich negativen Sparquote rechnen; es setzt damit die demographisch bedingte Kapitalvernichtung ein. Spätestens dann werden wir auch volkswirtschaftlichen von unseren Reserven leben. Viel Zeit, uns diese anzulegen, haben wir nicht mehr. Nimmt man die aktuellen öffentliche Verschuldung hinzu, stellt sich die Frage, ob dies überhaupt noch ansatzweise gelingen kann.
Zitat aus: Demographie könnt ab 2020 BIP-Wachstum in Deutschland einbrechen lassen.
http://globaler-wandel.blogspot.com/2010/09/demographie-konnte-ab-2020-bip-wachstum.html