Als man vor zehn Jahren die ersten Bürgerhaushalte in Deutschland einführte, wurde immer wieder betont, dass es nicht darum ginge, dass Bürgerinnen und Bürger anstelle des Rates entscheiden. Daran hat sich bis heute im Prinzip nichts geändert, und dennoch muss die Frage der Übertragung von Entscheidungskompetenz neu gestellt werden.
Im Beitrag von Dr. Carsten Herzberg wird die These aufgestellt, dass sich Bürgerhaushalte nur dann langfristig etablieren können, wenn die Bürger tatsächlich auch etwas zu entscheiden haben. In der Einführung von Budgets sieht er eine Chance, die Attraktivität des Bürgerhaushalts zu stärken und für das Finanzierungsdilemma eine Lösung zu finden.
Der Autor
Carsten Herzberg, Dr. der Politikwissenschaft, war viele Jahre am Berliner Centre Marc Bloch tätig. Von 2005 bis 2009 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Europäische Bürgerhaushalte“. Unter dem Titel „Von der Bürger‑ zur Solidarkommune“ hat er ein Buch über die Bürgerhaushalte in Deutschland geschrieben. Es ist im Herbst 2009 im VSA-Verlag erschienen. Seit Herbst 2010 ist er am Institut für Gesellschafts- und Politikanalyse am Fachbereich 03 Gesellschaftswissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main tätig.
Weiterlesen: http://zumlink.de/Etablierung_von_Buergerhaushalten_durch_mehr_Demokratie



Diskussion
Keine Kommentare für “Wird direkte Demokratie entscheidend für die Etablierung von Bürgerhaushalten sein?”