Mehr als zwei Drittel der Deutschen möchte häufiger in politische Entscheidungen eingebunden werden und setzt dabei verstärkt auf das Internet. Dies ist eines der Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag des “Internet & Gesellschaft Co://aboratory” unter 1.000 Wahlberechtigten.
Danach wünschen sich 71% der Befragten, via Internet stärker in die Entscheidungsprozesse des Staates einbezogen zu werden. 69% sind konkret dazu bereit, sich an einem lokalen eParticipation Angebot zu beteiligen, wenn Kommunen vor Ort über geplante Vorhaben oder Ausgaben abstimmen lassen. Lediglich 18% schließen aus, bei einer solchen Initiative mitzumachen. Nicht eindeutig fiel das Ergebnis bei der Frage aus, ob im Zuge der Modernisierung alle nicht-personenbezogenen Informationen der Verwaltung veröffentlicht werden sollten. 45% sprachen sich dafür aus, durch Open Data die Arbeit der Behörden wirkungsvoller und offener zu gestalten, 44% waren dagegen.
Die Umfrage war Teil der zweiten Initiative des Multistakeholder-Expertenkreises “Internet & Gesellschaft Co://aboratory”, die sich mit den Themen Open Government, eParticipation und Open Data beschäftigte. Wie kann das Internet für eine stärkere politische Beteiligung der Bürger genutzt werden? Wie lassen sich im Ausland erprobte Konzepte als ‘Offene Staatskunst’ erfolgreich nach Deutschland übertragen? Und bedeutet offene Politik zugleich bessere Politik?
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